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Trinken Sie öfters Kaffee

Sonntag, 04. Januar 2009

Als Projektleiter ist es unsere Aufgabe den Fortschritt unserer Projekte ständig mit den gesetzten Ist-Zielen abzugleich und die Voraussetzungen zu schaffen, daß es zu keinen gefährlichen Abweichungen kommt. Die meisten von uns beherrschen die hierfür notwendigen technischen Fähigkeiten. Oft kommt dabei aber die Mitarbeiterführung zu kurz. Im schlimmsten Fall erhalten die Mitarbeiter erst im jährlichen Personalgespräch eine Rückmeldung und diese kann von der Selbsteinschätzung erheblich abweichen. Für den Projektfortschritt würde kein Leiter ein solches Vorgehen akzeptieren, bei unseren Mitarbeitern akzeptieren wir dies aber zu oft.

Wie kann das sein? Der Grund ist einfach. Niemand fühlt sich wohl beim Kritisieren von den Menschen mit denen wir täglich zusammenarbeiten und es wird versucht den dabei möglicherweise entstehenden Spannungen aus dem Weg zu gehen. Dummerweise können dadurch Fehlentwicklungen entstehen, die sonst leicht zu korrigieren wären. Letztendlich sammeln sich alle Punkte an und ergießen sich kummuliert über den Mitarbeiter, der in dieser Situation oft nicht weiß wie ihm geschieht.

Viele Punkte können leicht in einem informellen Rahmen geklärt werden, ehe sie sich zu richtigen Problemen entwickeln. Nichts eignet sich dazu so gut wie ein kurzes Gespräch an der Kaffeemaschine oder bei Mittagessen.

Hier meine Tipps für eine kontinuierliche Mitarbeiterführung:

  • Schaffen Sie eine Atmosphäre, die es Ihnen erlaubt früh Ihre Mitarbeiter auf Fehler oder andere Sichtweisen anzusprechen, ohne daß diese in eine Verteidigunghaltung gehen.
    Schaffen Sie die Möglichkeit zum gegenseitigen Feedback, auch im informellen Rahmen.
  • Laß Sie ihre Mitarbeiter reden und seine Sicht oder die Gründe seiner Handlungsweise erklären. Denken Sie dabei an das Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.
  • Ziehen Sie für sich auch immer in Erwägung sich zu irren.
  • Lassen Sie Ihre Mitarbeiter wissen, wenn Sie unzufrieden sind.
  • Lassen Sie Ihre Mitarbeiter wissen, wann Sie mit ihnen zufrieden sind.

Denken Sie daran: Vorsorge ist immer besser als Problemlösung und aufgeschoben ist nicht aufgehoben.