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Böser Zentralismus bei der Versionskontrolle…

Freitag, 20. März 2009

Wie der Heise-Newsticker meldet, wechselt das Gnome-Projekt das Versionskontrollsystem und löst damit Subversion durch GIT ab.

Das an sich ist mir noch keinen Eintrag wert, aber darüber bin ich auch einen Vortrag von Linus Thorvalds zu GIT aufmerksam geworden, der sehr interessant (und auch unterhaltsam) ist. Thorvalds spricht darin über eine Ansichten zur Versionskontrollsystemen und den Vorteil von verteilten Systemen gegenüber einem zentralisierten Ansatz wie er früher von CVS und jetzt auch von Subversion verfolgt wird. Insgesamt auf jeden Fall empfehlenswert, darum hier das Video zum Vortrag:

Mit vielen seiner Ansichten legt Thorvalds den Finger auf wunde Punkte in Versionskontrollsystemen und zeigt Alternativen auf. Auch seine Ansichten dazu, was ein Branch ist, sind richtig. Nach ihm entsteht defacto schon ein Branch dadurch das man die Working Copy verändert und damit eine neue Codelinie defacto eröffnet. Denkt man das konsequent zu Ende, ist eine in einer IDE geänderte Datei auch schon ein neuer Branch. :-)

Nach meiner Meinung weist Thorvalds aber auch auf einen richtigen Punkt hin: Verteile Entwicklung in Open Source-Projekten erfordert sicherlich einen anderen Umgang mit Versionkontrollsystemen als ein räumlich zentralisiertes Projektteam. Bei zentralisiert arbeitenden Teams, die auf eine schnelle Integration von Änderungen auf einen zentralen Branch angewiesen sind, scheint mir Subversion und Co. im Vorteil zu sein.

Aber es ist wohl wie immer: Die Wahl des richtigen Tools hängt immer von der konkreten Situation ab.