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Das Anna-Karenina-Prinzip oder warum Theater bilden kann

Sonntag, 25. Oktober 2009

An diesem Wochenende haben wir uns Karten für das Berliner Gorki-Theater gekauft, um uns Anna Karenina von Lev Tolstoj anzusehen.

Um halbwegs vorbereitet in das Stück zugehen, wollte ich mir die wichtigsten Fakten zur Geschichte zusammengooglen, da der Roman mehr als nur einen Handlungsstrang hat und ich im Theater nicht in Gefahr kommen wollte, den Überblick zu verlieren.

Tolstoj leitet seinen Roman mit dem Satz ein: "Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich; aber jede unglückliche Familie ist auf ihre besondere Art unglücklich." Daraus wird abgeleitet, daß für das gemeinsame Glück mehrere Dinge notwendig sind, die auch erfüllt sein müssen. Fehlt es an einem, kann es kein Glück geben.

Verallgemeinert bedeutet das:

  • Für das Gelingen einer Sache sind immer mehrere Faktoren zu erfüllen.
  • Fehlt einer der Faktoren, kann die Sache nicht gelingen.

Dieses Prinzip kennen wir aus unserere eigenen Erfahrung und es erklärt sehr einfach, warum Dinge wie zum Beispiel Projekte trotz vieler Erfolge und größter Anstrengungen an Kleinigkeiten scheitern können.

Jetzt endlich habe ich dafür einen griffigen Namen...