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	<title>Software Engineering Blog &#187; Technik</title>
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	<description>Menschen. Prozesse. Technik.</description>
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		<title>Fehlerkultur, vom Umgang mit Fehlern</title>
		<link>http://www.swe-blog.net/blog/archives/346</link>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 11:55:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[In dieser Woche war ich auf dem ersten Scrum-Day in diesem Jahr in München und saß, bildlich gesprochen, mit einem Vortrag zur Bedeutung von Unternehmenskultur für agile Softwareentwicklung auf der Reservebank, falls einer der geplanten Referenten ausfällt. Ausgefallen ist keiner, womit ich dann die Möglichkeit haben werde auf dem zweiten Scrum-Day in Berlin zum Ende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser Woche war ich auf dem ersten Scrum-Day in diesem Jahr in München und saß, bildlich gesprochen, mit einem Vortrag zur Bedeutung von Unternehmenskultur für agile Softwareentwicklung auf der Reservebank, falls einer der geplanten Referenten ausfällt. Ausgefallen ist keiner, womit ich dann die Möglichkeit haben werde auf dem zweiten Scrum-Day in Berlin zum Ende diesen Jahres meinen Vortrag zu halten.</p>
<p>Was hat aber <strong>Unternehmenskultur</strong> jetzt mit <strong>agiler Entwicklung</strong> zu tun? Sehr viel! Liest man sich das <a href="http://agilemanifesto.org/" target="_blank">agile Manifest</a> durch, kann es nach meiner Meinung so zusammengefaßt  werden, daß es für unseren Erfolg wichtiger ist, wie wir <strong>miteinander umgehen</strong>, als welche detailierten Prozesse wir versuchen einhalten. Wie wir mit einander umgehen, daß lernen wir in unserer Umgebung. Wir sehen, wie die anderen sich in unserer Umgebung verhalten, welche Strategien erfolgreich sind oder zumindest vor Schaden schützen, und <strong>passen uns daran an</strong>. Das paßt gut zur Definition von Kultur in Organisationen, wie ich sie bei <a href="http://www.unibw.de/wow1_2/team/sackmann" target="_blank">Sonja Sackmann</a> gefunden habe:</p>
<blockquote><p>Organisationskultur ist die von einer Gruppe gemeinsam gehaltenen grundlegenden Überzeugungen, die deren Wahrnehmung, Denken, Fühlen und Handeln bestimmen und insgesamt typisch für die Gruppe sind.</p></blockquote>
<p>Ein für uns sehr leicht nachvollziehbares Beispiel in der Softwareentwicklung ist der <strong>Umgang mit Fehlern</strong>. Defekte, das klingt doch wesentlich neutraler, gibt es in jeder Software, denn Software-Entwicklung ist zu komplex, um keine Fehler zu machen und sei es, daß es ab einem bestimmten Punkte nicht mehr wirtschaftlich vertretbar ist, eine Software gegen jeden Fehler abzusichern. Gute Projekte und Entwicklungsteams unterscheiden sich aber im Umgang mit Fehlern. Keiner macht gerne Fehler, denn das Fehlermachen wird negativ bewertet und oft in der einen oder anderen Form bestraft. Das kann ganz diffizil sein, beispielsweise wenn gleich gesagt wird: „Paß auf, nicht wieder die gleichen Fehler zu machen.“  Neulich habe ich in einem Projekt einen Softwarefehler gefunden und wollte zu dem für die Komponente verantwortlichen Entwickler gehen mit der Bitte, den Fehler zu beseitigen. Er sei im Urlaub sagten mir seine Kollegen, worauf  hin ich meinte, daß das schlecht sei, denn er sei der Einzige, der den Fehler beheben könne, sagten sie, daß das vielleicht ja auch gut wäre, dann würde es vielleicht ja auch weniger Fehler geben. Ja, ja, der Truckfaktor. Aber, Wissensverteilung, Risikominimierung und Teamarbeit sind ja jetzt nicht mein Thema. Dieses Beispiel zeigt aber sehr gut, wie der Umgang mit Fehlern symptomatisch für die Kultur in einem Team ist.  <strong>In einer solchen Umgebung werden Fehler bestraft</strong>, was dazu führt, Fehler zu vertuschen, zu leugnen, als nicht so wichtig hinzustellen, als sie <strong>zu beheben</strong> und daraus <strong>zu lernen</strong>.</p>
<p>In ihrem Buch „<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3898644332?ie=UTF8&tag=softwenginblo-21&linkCode=as2&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=3898644332">Soft Skills für Software-Entwickler: Fragetechniken, Konfliktmanagement, Kommunikationstypen und -modelle</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=softwenginblo-21&l=as2&o=3&a=3898644332" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />“ haben Uwe Vigenschow und Björn Schneider eine kleine <strong>Taxonomie von Fehlerkulturen</strong> aufgestellt, in der zwischen <strong>funktionaler und dysfunktionaler Fehlerkultur</strong> unterschieden wird.</p>
<table class="overview">
<thead>
<tr>
<th>Funktionale Fehlerkultur</th>
<th>Dysfunktionale Fehlerkultur</th>
</tr>
</thead>
<tbody valign="top">
<tr>
<td>
Wie können wir Schäden minimieren?
</td>
<td>Wer hat Schuld?</td>
</tr>
<tr>
<td>Was ist die Ursache?</td>
<td>Wie können wir den Fehler vertuschen?</td>
</tr>
<tr>
<td>Was können wir verbessern?</td>
<td>Wem können wir den Fehler anhängen?</td>
</tr>
<tr>
<td>Was können wir verbessern?</td>
<td>Wem können wir den Fehler anhängen?</td>
</tr>
<tr>
<td>Was können wir daraus lernen?</td>
<td>Wir machen keine Fehler!</td>
</tr>
</tbody>
<tfoot>
<tr>
<td colspan="2">Typische Fragen und Aussagen für Fehlerkulturen</td>
</tr>
</tfoot>
</table>
<p>Welche Fehlerkultur herrscht bei Ihnen?</p>
<div class="ressource"><strong>Quellen und Verweise</strong></p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://agilemanifesto.org/">Das agile Manifest</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/3898644332?ie=UTF8&tag=softwenginblo-21&linkCode=as2&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=3898644332">Softkills für Softwareentwickler (bei Amazon)</a></li>
<li><a target="_blank" href="http://www.unibw.de/wow1_2/team/sackmann">Homepage von Sonja Sackmann</a></li>
</ul>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Harvard Businessmanager: Die Erfahrungsfalle</title>
		<link>http://www.swe-blog.net/blog/archives/32</link>
		<comments>http://www.swe-blog.net/blog/archives/32#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 07:47:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Offline]]></category>
		<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Havard Businessmanager]]></category>
		<category><![CDATA[Kognitives Feedback]]></category>

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		<description><![CDATA[Die aktuelle Sonderausgabe des Havard Businessmanagers Erfahrung enthält einen lesenswerten Artikel zu Fehlentwicklungen in Projekten und warum auch erfahrene Projektmanager grundsätzliche Fehler immer wiederholen.

Den Autoren nach wiederholen wir in unserer Arbeit als Projektmanager immer wieder die gleichen Fehler, die wir auch ohne lange Erfahrung schon am Anfang gemacht haben. Lernen wir also nicht dazu? Verantwortlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die aktuelle Sonderausgabe des <strong>Havard Businessmanagers</strong> Erfahrung enthält einen lesenswerten Artikel zu Fehlentwicklungen in Projekten und warum auch erfahrene Projektmanager grundsätzliche Fehler immer wiederholen.<br />
<span id="more-32"></span><br />
Den Autoren nach wiederholen wir in unserer Arbeit als Projektmanager immer wieder die gleichen Fehler, die wir auch ohne lange Erfahrung schon am Anfang gemacht haben. Lernen wir also nicht dazu? Verantwortlich für dieses Phänomen ist unser mentales Modell, auf dessen Grundlage wir unsere Entscheidungen treffen. Als mentales Modell wird hierbei unser Wissen und die darin kodierten Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung bezeichnet. </p>
<p>Eigentlichtlich sollte es doch so sein, daß mit zunehmender Erfahrung sich auch unser mentales Modell erweitert, da wir unserm Wissen neuen Fakten und Regel hinzufügen. Dem setzen die Autoren entgegen, daß es uns Menschen schwer fällt <strong>Ursache und Wirkung über längere Zeitabstände</strong> nicht nur zur Erkennen, sondern auch in unser Handlungsschema zu integrieren. Ich denke,  dieses Phänomen ist uns doch nur all zugut bekannt.</p>
<p>Wir müssen also Wege finden auch über größere Zeiträume uns Zusammenhänge zu verdeutlichen. Die Autoren empfehlen hierfür kognitives Feedback.  Hierfür werden wichtige Variablen im Projektalltag identifiziert und deren Abhängigkeiten beschrieben. <strong>Steuerungsvariablen</strong> bilden unser Handeln ab, <strong>Kontrollvariablen</strong> beschreiben die Auswirkungen unserer Maßnahmen.</p>
<p>Ein leicht nachzuvollziehendes Beispiel sei der Zusammenhang zwischen Defekten in einem Software-Produkt und den Aufwänden für Schulungen. Wir gehen davon aus, daß viele Fehler im Projekt auftreten, will Wissen, ein gemeinsames Verständnis oder Standardsfehlen. Unser Ziel ist es die Fehler im Projekt zu reduzieren. Als Kontrollvariable nehmen wir die Anzahl der gemeldeten und bestätigten Defekte aus unserem Bugtracking-System. Um unsere Fehlerquote zu senken, investieren wir in die Aus- und Fortbildung unserer Mitarbeiter und messen dies über die dafür entstanden Kosten. Wie zu erwarten sinken nach einiger Zeit mit den Schulungen die Fehler und wir können den Schulungsaufwand reduzieren.  Trotzdem sinkt die Defektanzahl auch noch später, obwohl den Schulungsaufwand auch reduzieren. Hier stellt sich eine <strong>Langzeitwirkung</strong> ein.</p>
<p><a href='http://www.sw-blog.net/blog/wp-content/uploads/2008/11/feedback-beispiel3.png'><img src="http://www.sw-blog.net/blog/wp-content/uploads/2008/11/feedback-beispiel3.png" alt="" title="Kognitives Feedback" width="414" height="350" class="aligncenter size-full wp-image-36" /></a></p>
<p>Ein einfaches Beispiel und nicht immer sind Zusammenhänge so einfach. Doch es demonstriert gut, was kognitives Feedback bedeutet. Für eine richtige Anwendung setzt es jedoch eine gute Datenbasis und kontinuierliche Datenerhebung voraus.</p>
<div class="ressource"><strong>Quellen und Verweise</strong>
<ul>
<li> <a href="http://www.harvardbusinessmanager.de">Homepage des Havard Businessmanagers</a></li>
<li> <a href="http://www.harvardbusinessmanager.de/go/place!HBMO1INH?issue=200811">Sonderausgabe zum Thema Erfahrung</a></li>
</ul>
</div>
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