Archiv für die Kategorie ‘Online’

Jump, jump, jump around

Samstag, 06. März 2010

Das erste Mal ist es mir bei einer Präsentation von ImmobilienScout24 aufgefallen. Statt eine Folie nach der nächsten einzublenden, flog ich als Betrachter von einem Ausschnitt einer Folie zum nächsten. Halt, Folien gab es bei dieser Präsentation gar nicht mehr. Nur eine große Mindmap und ich flog als Betrachter von einem Auschnitt zum nächsten. Wie in einer geflogenen Parabel stieg mein Auge vom aktuell gezeigten Ausschnitt auf, der dadurch immer kleiner wurde und landete auf einem anderen Abschnitt der Gedankenkarte. So muß sich eine Mücke fühlen, wenn sie im Sommer nach der idealen Stelle sucht, um uns zu piesacken oder der Pilot eines Senkrechtstarters, der einen Parkplatz in der Innenstadt sucht.

Es ist eine Prezi!

Das zuerst faszinierende Geheimnis dahinter ist prezi.com, einem Dienst, der es einem erlaubt Präsentationen auf eine andere Art und Weise zu gestalten. Statt das wir einzelne Folien aufbauen, wird eine Mindmap erstellt, die dann während der Präsentation abgeflogen wird. Sieht man so eine Präsentation zum ersten Mal herrscht Faszination pur.

Ich habe es jetzt zweimal gesehen. Der Effekt hat sich bei mir aber nur ein Mal so richtig eingestellt und das war es auch schon. Wahrscheinlich muß jetzt meine Dosis erhöht werden. Und ehrlich, eine gute Präsentation ist "nur eine Tapete im Hintergrund", wie einmal ein Professor von mir gesagt hat.

Was wirklich fasziniert

Auch wenn der Flug auf der Mindmap das dominierende ist, was mir und anderen im Kopf hängenen geblieben ist, ist etwas anderes bei genauerer Betrachtung viel faszinierender: das Verschwinden von Grenzen auf dem Bildschirm.

Klassische Office-Programm wie Word oder OpenOffice, aber auch Powerpoint waren ursprünglich für die Gestaltung von Drucksachen gedacht. Das was erstellt wurde, sollte als Endergebnis ausgedruckt werden. Damit war das Ergebnis auf die bekannten Papierformate physisch beschränkt. Das Web oder genauergesagt HTML hat diese Beschränkung zum ersten Mal aufgehoben. Aber nur in einer Richtung, nämlich vertikal. Konnte nicht alles auf einer Bildschirmseite darstellen, mußte gescrollt werden. Aber egal: Das wichtigste war der Bruch zu den klassischen Medien. War dort eine Seite voll, ging nicht mehr. Bei einer Webseite war das technisch nicht relevant.

Links und rechts sind aber die Grenzen bestehen geblieben. Zwar kennen viele Programme auch die Möglichkeit Inhalte ausschnittsweise anzuzeigen, aber dies war niemals zentrales Konzept. Die eigentliche Arbeitsfläche blieb immer beschränkt.

Grenzenlose Zukunft

Ich muß immer an den Anfang von Minority Report denken. Tom Cruise alias John Anderton steht vor einem riesigen trasparentn Display, das er durch Gesten steuert. Schnell holt er sich die Information "auf den Schirm", die er braucht. Er zommt, schiebt und dreht. Apple hat dieses Konzept in einer ersten Form mit seinen Interface für das iPhone in den Massenmarkt geholt und ich bin mir absolut sicher, wir werden in den nächsten Jahren hier eine gewaltige Innovation im UI-Bereich erleben. Touchscreens werden ihr Nischendasein aufgeben und Massenprodukte mit Multi-Finger-Input werden. Windows 7 unterstützt Touchdisplays bereits und der Einstiegspreis liegt so rund um die 300.- Euro für ein Touchdisplay. Finger sind unsere natürlichen Aktoren, um mit der Umwelt zu interagieren, die Maus nur ein Hilfsmittel, eine Übergangslösung.

Jetzt fehlen nur noch die Bibliotheken, um die Interfaces der Zukunft auch in den Massenmarkt zu holen und nicht nur bestehende Konzepte aufzubohren. prezi.com zeigt diesen Ansatz und kann für Präsentationen eine ganz eigene Ästhetik entwickeln.

Quellen und Verweise

Nachtrag zu Alan Atlas’ Vortrag in Berlin

Samstag, 27. Februar 2010

Vor ein paar Tagen habe ich ja schon einmal den Vortrag von Alan Atlas über die Einführung von Scrum bei Amazon berichtet, über die der bei ImmobilienScout24 gesprochen hat.

Marion Eickmann von agile42 hat Altas kurz danach zum Berliner Scrumtisch eingeladen und das auch in ihrem Blog mit Fotos dokumentiert. Aus dem Blog heraus kann man auch die Präsentation herunterladen.

Isabel Drost hat sich die Zeit genommen und Atlas' Vortrag in Ihren Blog ausführlich dokumentiert.

Erneuerter Scrum-Spickzettel

Sonntag, 24. Januar 2010

Darstellung von Scrum on a PageAlexander Kriegisch von Scrum-Master.de hat dem "Scrum on a Page" von William c. Wake aktualisiert und über seine Homepage uns allen zur Verfügung gestellt.

Scrum-On-A-Page faßt kurz für den täglichen Gebrauch die Scrum-Rollen, den Prozess und die wichtigsten Inhalte der Meetings und die Scrum-Artefakte zusammen.

Hier geht es zum Download...

So, now you’re an Agilist

Mittwoch, 09. Dezember 2009

Im PM Blog habe ich einen interessanten Verweis auf einen Vortrag von Jurgen Apello auf der Agile Eastern Europe conference in Kiew gefunden, der nach meiner Ansicht wunderbar die wesentlichen Prinzipien zusammenfaßt, mit der Software-Entwicklungs-Teams geführt werden sollten.

Jurgen Appelo, "So Now You’re an Agilist. What’s Next?", Agileee conference, 2009 from Alexey Krivitsky on Vimeo.

Das Apache Software-Ökosystem für Faule

Sonntag, 08. November 2009

Das Apache-Projekt hat sich unübersehbar zu wohl dem OpenSource-Software-Ökosystem entwickelt. Wer auf eine leichte Art und Weise sich darüber informieren will, welche neuen Projekte und Versionen das Apache-Projekt hervorbringt, der sollte ich auf der Announcement-Mailingliste der ASF eintragen.

Es gibt keinen leichteren Weg, sich über neue Entwicklungen im ASF-Ökosystem zu informieren, ohne dabei viel Aufwand zu betreiben, und dabei auch noch auf so manch kleine Perle wie commons compress zu stoßen.

Daily Dueck – Elite verpflichtet

Sonntag, 01. November 2009

Am Rande habe ich Gunter Dueck schon einmal hier im Blog gestreift. Da er seine DD auch als PDF bereitstellt, lade ich sie mir immer "für später", also wenn man mehr Zeit ist, herunter.

Im DD 99 setzt er sich mit Elite, deren Verantwortung auseinander und greift dabei bis auf Platon zurück. Er schließt mit:

Eigentum verpflichtet. Elite verpflichtet. Bildung verpflichtet. Adel verpflichtet, Stärkev erpflichtet.
Wer je das Privileg hatte, oben zu sein, hat damit eine Pflicht auf sich geladen. Elite ist nicht oben sein, sondern unten helfen und führen.

Gut, Dueck hat sein DD bezogen auf die Bundestagswahlen bezogen, aber greift das nicht auch auf Führung von Menschen in Unternehmen? Führung kommt von führen...

Oracle bezieht Stellung

Samstag, 31. Oktober 2009

Seit Oracle Sun gekauft hat, steht oft die Frage im Raum, welche Sun-Produkte und -Geschäftsfelder Oracle fortsetzen will. Oracles offzielle Stellungnahme kann hierzu unter der URL http://www.oracle.com/ocom/groups/public/documents/webcontent/038563.pdf gefunden werden.

Es gibt keine Osmose der Firmenkultur

Donnerstag, 01. Oktober 2009

Durch Artikel im Projektmanagement-Blog und im Blog von Jens Coldewey bin ich über Youtube (nein hier gibt es keinen Link) auf Prof. Peter Kruse aufmerksam geworden.

In diesem Video erklärt Prof. Kruse sehr gut, warum Veränderungsprozesse auch immer durch die oberste Ebene einer Organisation mitgetragen werden müssen und eine Änderung von unten nie erfolgreich ist. Und falls doch, dann nur, weil die Führung durch eine Reihe von Krisen so geschwächt ist, daß sie dem Änderungsdruck von unten nichts entgegen setzen können.

Für uns und unsere Projekte bedeutet dies, daß Veränderungen nur erfolgreich sind, wenn wir die Unterstützung der wichtigsten Stakeholder haben oder einfach der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist.

Quellen und Verweise

Ward Cunnigham über technische Schulden

Sonntag, 03. Mai 2009

Vor einiger Zeit habe ich ein Phänomen beschrieben, welches ich Event-Driven-Software-Development nenne und dessen Kern von Martin Fowler als Technische Schulden beschrieben wird.

In Fowlers Blog habe ich jetzt einen Verweis auf ein Video von Ward Cunnigham gefunden, in welchem er den Begriff Technische Schulden erläutert und in 4 Minuten und 44 Sekunden auf den Punkt bringt.

Atlassian $timulus Package

Mittwoch, 22. April 2009

Was Gutes gibt es selten für 'n Appel und 'n Ei. Aber manchmal doch. Atlassian bietet jetzt bis zum Freitag, den 24. April, sein Issue-Tracking-System JIRA und das Wiki Confluence in der Enterpriseversion beschränkt auf fünf Benutzer für sage-und-schreibe fünf Dollar an. Die Lizenz kann für jeweils fünf Dollar maximal drei Jahre verlängert werden.

Gerade für kleine Firmen oder Gruppen ist das ein unschlagbares Einstiegsangebot. Natürlich spekuliert Atlassian darauf, so durch die größere Nutzerbasis auch füher oder später mehr große Lizenzen zu verkaufen. Doch gerade für den Einstieg mit JIRA und Confluence ist das ein unschlagbares Angebot.

Übrigens, das Geld wandert nicht in die Taschen von Atlassian, sondern alle Einnahmen aus dieser Aktion gehen an das Projekt Room to Read.